4/25/2009

Charmanter Paranoiker Nordkorea

Wäre Nordkorea, charmantester Widerstandspol gegen die Weltordnung an sich, ein Mensch, würde man ihm wohl bescheinigen, unter paranoider Schizophrenie zu leiden. Schön jedenfalls die aktuelle Begründung zur Wiederaufnahme des Plutonium-Programms: Es müsse "die atomare Abschreckung für die Selbstverteidigung auf jede Weise" verstärkt werden, denn man müsse mit "zunehmenden militärischen Bedrohungen durch feindselige Kräfte fertig werden". Schön daran ist, dass man mit Kräften fertig werden muss, die man durch das eigene Atomprogramm erst auf den Plan ruft. Merkmale der paranoiden Schizophrenie sind "Wahnvorstellungen, Ich-Störungen und akustische Halluzinationen", z.B. befehlende oder kommentierende Stimmen. "Die Wahnvorstellungen können z.B. eine Überwachung oder Fremdbeeinflussung, Kontakt zu 'Außerirdischen' oder 'Göttern' zum Inhalt haben und werden durch eventuell auftretende Halluzinationen verstärkt."

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