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Würdevoll ausrutschen

Die Dinge ähneln sich, und ähneln sich doch nicht: Mit zwanzig in einer Bierlache auszurutschen, bedeutet: Hey, Punk, dein Leben ist wild, okay, du bist mit den richtigen Leuten unterwegs.
Mit vierzig bedeutet es: Hey, du warst gerade aber mächtig in Eile, musstest noch kurz vor Ladenschluss in den kleinen, von Touristen und Betrunkenen zugewimmelten Supermarkt huschen. Dann auch noch vergessen, dass dein Mann deinen Geldbeutel eingesteckt hat und vor den Augen ungeduldig wartender Touristen, Betrunkener und weniger Altstadtbewohner hysterisch versuchen, ins Freie stürmen, um von eben jenem Mann, der dort mit Kind wartete und der eh nicht verstehen konnte, dass du wegen dieses mittelguten Bergkäses und der Nussmischung unbedingt noch in die kleine Klitsche wolltest, die Börse zurückhaschen, was aber nicht gelang, da du auf dem Weg zur Tür, unter den Augen aller, auch des wenig beeindruckten Kassierers, auf dem feinen Bierfilm, der sich gleichsam schon durch die Ausdünstig einiger Umstehender gebildet haben könnte, in Wirklichkeit wohl durch einige auslaufende, zerbrochen Flaschen entstand, ausgerutscht und hingeknallt bist. Jetzt hast du ein dickes Knie, mittelguten Bergkäse, keine besonders gute Figur gemacht, aber immerhin auch keinen Kater (Katze allerdings auch nicht).

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