3/21/2015

Eclipse Apoka-

Die Finsternis kam nicht. War erwartet worden. Für mich blieb das Dunkle unsichtbar. Oder habe ich davor nur gleichsam die Augen verschlossen? War beim Friseur, war in einem Kaufhaus, Tipp-Ex: dass es das noch gibt. An Zeiten vor Schreibmaschinen erinnert, Matritzen und wie ich das Farbband von Hand nachzog. Alles war dennoch besonders an diesem Tag, und wie spitz das Licht. Wenn du stehen bleibst. Die Hand über die Augen legst. Kannst du dir vorstellen, dass die Apokalypse kommt. Mit einem Wispern vielleicht, oder einem Sturm, wie im Film, der dir den Rock hochweht. Wohin aber sich wenden im Gewitter der Blumen und Zeichen, im Gewimmel, wo nehm ich, wenn ein Ende ist, den Mondschein her, wo die Schatten der Erde? Wieso habe ich nichts gesammelt für den Winter oder das Abbrechen der Zeit?

3/09/2015

Husten


Auf der Straße das Echo hustender Kinder: kleine, verhaltene Laute, ein Kratzen an der Realität, der Oberfläche, aufgeplatzte Haut des Asphalts, und sie weit dahinter. Abgeschlagen. An der Hand der Mutter. Des Vaters. In Kinderwägen, groß und breit wie Kutschen, in Wägen mit beschlagenen Plastikscheiben, gezogen. Getragen. Aufrecht und blass. Im Regen. Wenn es noch hell ist. Und sehr sonnig - gleißendes Licht, umso dunkler die Augenschatten. Höre ich sie noch hinter Glas, lange schon zuhause, fasse sie, durch die Zeit hindurch, an der Hand.

 

Vater geht los

Vater geht los mit dem Einkaufsnetz Sehe ihn gehen im Winter, im plötzlichen Regen des Sommers, gib acht, die Maschen  Sind dünn. ...